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Frage: Drogensucht - Rückfall
Ich bin derzeit in großer Not! Mein Ehemann, mit dem ich seit 1.5 Jahren verheiratet bin, ist kokain- und heroinsüchtig und war fast vier Jahre clean, als er vor 6 Monaten einen Rückfall mit Kokain hatte.
Ich nahm das damals nicht so ernst und dachte, wir kriegen das schon hin. Dazu muß ich sagen, daß ich selbst Alkoholikerin bin und seit drei Jahren trocken. Mit harten Drogen kenne ich mich jedoch überhaupt nicht aus. Das Ganze ging 6 Wochen gut, und dann hatte er den zweiten Rückfall.
Nach dem ersten Rückfall waren wir zusammen in den Gruppen und ich hatte gute Hoffnung, dass er es schaffen würde. Nach dem zweiten Rückfall aber habe ich die Sache sehr ernst genommen und ihm klargemacht, dass er sich und mich - auch finanziell - ruiniert und sich dringend um sich kümmern soll, wenn er unsere Ehe nicht gefährden will.
Dieser zweite Rückfall hat mich regelrecht traumatisiert, und es dauerte viele Monate, bis ich mich entspannen konnte, wieder volles Vertrauen hatte und in den letzten Wochen dachte, dass wir unsere Beziehung wieder glücklich gestalten können. Er wollte 90 Tage- 90 Meetings machen, ist aber vier Monate nicht in einer einzigen Gruppe gewesen...
Nun hatte er gestern, nach genau vier Monaten, den dritten Rückfall. Ich bin nicht nur geschockt, sondern innerlich wie betäubt, und ich weiß nur, dass ich jetzt in erster Linie für MICH zu sorgen habe, denn ich bin selbst gefährdet in dieser Beziehung.
Habt ihr ähnliche Erfahrungen wie ich gemacht?
Ich brauche dringend eure Hilfe, denn ich weiss nicht mehr, wie ich mich jetzt am besten verhalten kann. Heute abend, wenn mein Mann von der Arbeit zurück ist, werden wir uns gründlich unterhalten müssen. Im Moment denke ich, dass er es vielleicht wieder schaffen wird, eine Zeitlang clean zu bleiben, bis es zum nächsten Rückfall kommt. Schlimm für mich ist, dass er diesmal mein Konto für seinen Stoff geplündert hat und wir diesen Monat nicht finanzieren können.
Bitte helft mir und gebt mir euren Rat, denn ich weiß gerade mal weder ein noch aus.
Viele Grüße und gute 24 Stunden
Antwort von Silvia
Als ersten Schritt für dich solltest du dringend Geld beiseite legen, wo nur du rankommst, damit du deinen Lebensunterhalt und die Miete finanzieren kannst. Als zweites ist es wichtig, deinem Mann klarzumachen, dass dich die Häufigkeit der Rückfälle inzwischen sehr verunsichert und dein Vertrauen zu ihm zu zerstören droht. Er sollte sich umgehend um eine Beratung bemühen, evtl. eine Rückfallbehandlung, dafür gibt es spezielle therapeutische Programme, auch ambulant. Fakt ist, Rückfälle gehören zur Sucht dazu, aber es ist wichtig, die Gründe für den Rückfall herauszufinden, um weiteren Rückfällen vorbeugen zu können.
Informationen Suchtausstieg: Orientierung | 1. Suchtberatung | 2. Entgiftung | 3. Sucht Therapie
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