Suizidgefahr

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Suizidgefahr

von Xenia

Mein Bekannter (38J) nimmt seit seinem 14. Lebensjahr Psychopharmaka (Er hatte Winter 05/06 mal einen Klink-Entzug durchgestanden, da er sich davor dadurch kaum über eine Stunde am Stück konzentrieren konnte.) und ist mit Ausnahme von "Okt. 04 bis Sept. 06 seit 99 R“. Seit seinem Rückfall mit beiden Süchten (der letzte Kontakt war Juni 07) schrieb er, er würde seither Benzos und Barbiturate nehmen.

Er war Sept. 2006 in "Anfechtungen", teilte sich aber nicht mit, obwohl ich ihn dazu ermutigte. Hat keinerlei wirkliche gläubige Freunde außer meiner besten Freundin (Ex-Süchtige und ebenfalls Christin) und mir.

Die Krise begann mit seinem Umzug aus einer Fünfer- in eine Zweier-WG. Damals meinte er auch, dass er bei vielen Ärzten war und dass keiner ihm helfen konnte (Wohl Sammelaktion für Benzos und Barbiturate, wie mir im Nachhinein klar wurde...).

Machte mir seither große Sorgen um ihn. Was ist, wenn er versehentlich eine Überdosis erwischt und nicht rechtzeitig gefunden wird? Ich bete jeden Tag für ihn und hab ihm beim letzten Kontakt auch zu Klinikentzug und Drogentherapie geraten

So blieb mir seit Juni 07 aufgrund seiner Unehrlichkeit bzw. fehlender Bereitschaft, Hilfe anzunehmen und Verharmlosung seiner Lage nur noch die "Hilfe durch Nichthilfe" vom DHS-Heft. Denke oft an ihn, wies wohl mit ihm weiter ging... Zu seiner Abstinenzzeit schienen wir so gute Freunde zu sein - und dann musste ich die Erfahrung machen, dass er nicht mehr ehrlich zu mir war, mich ablehnte, sich zunehmend zurückzog. Wie schätzen Sie die Situation ein?    

Antwort von Friederike

Liebe Xenia,

die Situation ist ferndiagnostisch schwer einzuschätzen! Ihr Bekannter verhält sich wie alle Süchtigen, die ihrer Sucht aktiv nachgehen! Er hält lediglich Kontakt zu ebenfalls Süchtigen. Nicht-Süchtige gehen auf gesunden Abstand zu ihm, so lange er seine Sucht lebt! Er unternimmt nichts, was seiner Genesung entgegen käme!

Sie sind auf Abstand gegangen und das ist auch gut so! Mehr können Sie erst einmal nicht tun! Weder für sich noch für ihn! Dass Sie sich Gedanken und Sorgen um ihn machen, ist verständlich und nachvollziehbar! Sie sind offenbar aber die einzige, die sich Sorgen um ihn und seinen Gesundheitszustand macht! Er macht sich keinerlei Gedanken darüber, sondern gibt sich voll und ganz seiner Sucht hin!

Es scheint es so zu sein, dass er sein Problem der Sucht noch nicht begriffen hat und auch wenig Interesse daran hat, es zu verändern bzw. aufzugeben!
So lange dies so ist, wird sich nichts verändern! Leider!!!

Leben Sie Ihr Leben und suchen sich gegebenenfalls Rat und Unterstützung in der Suchtberatungsstelle zur eigenen Entlastung!

Mit freundlichen Grüßen

Friederike Sohn
Dipl.-Pädagogin

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