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Suchtdruck Therapie
von Sara
Hoffe hier auf wenigstens einen Rat...
Mein Leben gerät in letzer zeit total aus den Fugen...fange mal an und versuche mich kurz zu fassen... Habe mit 17 meinen jetzigen Freund kennengelernt... von da ab haben Alkohol in großen Mengen und regelmäßig sowie gelegentlichen Gras rauchen dazugehört...
Vor ca. zwei Jahren wurde beides schon fast zur Gewohnheit für mich vor allem bei Problemen von denen ich viel zu viele hatte... ging soweit das wir uns im Suff fast gegenseitig die Köpfe eingeschlagen haben... mein bester freund war dann der Meinung ich habe etwas besseres verdient...
Mich praktisch verkuppelt... mit einem Kerl, der - wie sich später herausstellte - Kiffer ist und auch sonst alles nimmt was er kriegen kann...
Zu spät für mich, da ich leider schon zu "verguckt" war um ihm noch den Rücken zu zudrehen, was vielleicht besser gewesen währe... war für mich natürlich auch das gefundene Fressen... Gras und Pep im Überfluss... und immer und überall... waren eine Menge neue Erfahrungen und eine Zeitlang ging alles gut, das Leben war eine einzige Party... keine Sorgen, nichts.. dann fing ich wieder an zu arbeiten, und trotzdem hörte ich mit beidem nicht auf, habe auf der Arbeit meine Lines gezogen um nicht einzuschlafen nach durchzechten nächten, oder einfach nur um fitter zu sein, mittlerweile ist das für mich normal geworden was mir mittlerweile ziemlich Angst macht.
Wenn ich mal nichts bekomme - schlechte Zeiten sind - bin ich kaum ansprechbar, aggressiv depressiv und schlecht gelaunt, will das eigentlich alles nicht mehr... aber könnte mir nie vorstellen meine Freunde mein Freund aufzugeben oder eine Therapie zu machen...
Antwort von Friederike
Liebe Sara,
was Sie schildern, sind die beginnenden Langzeitfolgen von Amphetamin, Cannabis, Alkohol und anderen Drogen! Dennoch können Sie sich scheinbar nicht vorstellen, damit aufzuhören:
"wenn ich mal nichts bekomme schlechte
zeiten sind bin ich kaum ansprechbar, aggressiv depressiv und schlecht
gelaunt, will das eigentlich alles nicht mehr...aber könnte mir nie
vorstellen meine freunde mein freund aufzugeben oder eine therapie zu
machen..."
Sie sollten eine Therapie machen, wenn Sie ernsthaft mit den Drogen aufhören wollen! Anders wird es wahrscheinlich kaum mehr gehen!
Was ist so schlimm daran, sich professionelle Hilfe für ein Problem, das Sie selber nicht in der Lage sind zu lösen, zu suchen?
Sie entgleiten immer mehr und Ihr Suchtproblem wird mit jedem Tag, an dem Sie konsumieren, schlimmer!
Wenn Sie mal davon ausgehen, dass Sie eine Lebenserwartung von etwa 75-80 Jahren haben, was soll da alles passieren? Womit wollen Sie die Jahre füllen? Weiterhin mit Drogen und gereizter Stimung, wenn Sie keine nehmen?
Haben Sie eine Ausbildung? Wo wollen Sie beruflich hin? Was wollen Sie privat in Ihrem Leben machen? Wollen Sie mal Familie gründen? Haben Sie Hobbies, die Sie eventuell ausbauen möchten?
Was wollen Sie in und mit Ihrem Leben machen?
Suchen Sie eine Sucht- oder Drogenberatungsstelle auf und lassen sich dort beraten!
Keine Angst, das sind alles Profis und die kennen sich gut mit solchen Problemen aus! Machen Sie den ersten Schritt in Richtung cleanes Leben!
Mit freundlichen Grüßen
Friederike Sohn
Dipl.-Pädagogin
Informationen Suchtausstieg: Orientierung | 1. Suchtberatung | 2. Entgiftung | 3. Sucht Therapie
Weiterführende Informationen Drogen: Buchtipps Drogen | Drogen | Cannabis | Amphetamine | Heroin | Kokain | Benzodiazepine |

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