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Drogenprobleme
von Eva
Mein Sohn ist 26 Jahre alt und hat Probleme mit Drogen. Seit 3 Jahren ist er auf Methadon, aber es ist immer gleich. Mal braucht er auch eine extra Dosis. Wir helfen ihm immer auch finanziell aber jetzt haben wir keine Geduld mehr.
Immer seine Ausreden... Ich mache alles für ihn, aber er ist sehr faul, sehr müde und tut immer schwitzen. Das macht ihn so fertig, der will nicht raus (Arbeit hat auch keine) und versucht alles und mach gar nichts.
In der Klinik war schon paar mal, hat aber immer abgebrochen. Und immer nur Ausreden. Ich weiß nicht mehr weiter. Ich liebe Ihn sehr und er weiß am Ende helfe Ich wieder.
Antwort von Friederike
Liebe Eva,
Sie sollten aufhören, Ihren Sohn finanziell zu unterstützen, denn damit unterstützen Sie seine Sucht!
So lange er immer wieder Geld für sein Essen, seine Miete oder seine Drogen bekommt, spürt er die negativen Konsequenzen seiner Sucht nicht und wird auch wenig verändern. Wofür auch?
Die meisten Menschen verändern erst dann etwas in ihrem Leben, wenn sie nicht mehr weiterkommen und der Leidensdruck so hoch ist, dass es keine andere Möglichkeit mehr gibt, als etwas zu verändern!
Bei Süchtigen ist dies genauso!
Es ist für Sie als Angehörige schwer auszuhalten, mitansehen zu müssen, wie der eigene Sohn immer mehr den "Bach" runtergeht!
Sie können ihm jedoch nur helfen, indem Sie aufhören, seine Sucht zu unterstützen,sich selber also darin üben, ihm kein Geld, kein Essen usw. zu geben, sondern sich dagegen abgrenzen, zumindest äußerlich!
Ihr Sohn ist erwachsen. Behandeln sie ihn also auch so! Es ist ihm zuzumuten, dass er als erwachsener Mann selber für sein Essen, seinen Lebensunterhalt, seine Wohnung und seine Drogen aufkommt!
Suchen Sie sich zur eigenen Entlastung Hilfe und Unterstützung in der Drogenberatungsstelle und/oder in einer Selbsthilfegruppe für Angehörige von Suchtmittelabhängigen. Die Adresse erhalten Sie ebenfalls in der Drogenberatungsstelle.
Viel Kraft!
Mit freundlichen Grüßen
Friederike Sohn
Dipl.-Pädagogin

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