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Drogenprobleme - Kündigung

von Kornelia

Ich war 5 Jahre mit einen drogensüchtigen Mann zusammen. Wir haben uns aufgrund seiner Drogensucht und seinen ganzen Lügen und Dealereien getrennt. Das Problem ist, dass wir zusammen arbeiten; er arbeitet nur Schicht, sodass wir uns kaum sehen.

Durch seine Drogenprobleme kommt es sehr häufig vor, dass er krank macht und die Leute wissen, dass er noch sehr an mir hängt, weil ich eine sehr starke frau bin und er denkt, dass ich ihn helfen werde.

Ich habe sehr viel getan was seine Drogensucht betrifft und ich habe auch keine Lust mich weiter belügen und betrügen zu lassen. Nun denkt jeder wenn er seine Arbeit abricht oder krank macht, das hat was mit mir zu tun, was aber nicht der Fall ist.

Er ist auch schon polizeilich aufgefallen und er musste einen Drogenschnelltest machen der sich aber als negativ heraus stellte. Angeblich würden die Chefs es auch wissen, was ich mir aber nicht vorstellen kann, weil wir in einen Sicherheitsbereich arbeiten.

Nun meine Frage: kann man mir kündigen, weil ich von seinen Problemen weiß und ich ihn aber nie angeschwärzt habe bei meinen Chefs? Mir geht das alles so nahe, dass ich selbst schon in psychologischer Behandlung war und das ich ein Magengeschwür durch Magenbakterien bekommen habe.

Habe mich in meiner Not auch an einen Bewährungshelfer gewandt, der mir gesagt hat, das das die Sache des Arbeitgebers ist eine Drogenkontrolle durch zu führen und ich auch nicht verpflichtet bin ihn anzuschwärzen. Mich macht es krank mit so einer Belastung leben zu müssen, während er fröhlich weiter sein Ding durchzieht, weil er sich ja keiner Schuld bewusst ist.

Antwort von Friederike

Liebe Kornelia,

nein, man kann Ihnen nicht kündigen!

Sie sind in einer extrem belastenden Situation, die nicht so leicht zu lösen ist!

Deshalb wäre es für Sie ratsam, sich weiterhin professionelle Unterstützung zu suchen und eventuell auch eine Selbsthilfegruppe für Angehörige von Suchtkranken zu besuchen, um sich zu entlasten! Die Adresse erhalten Sie in der Sucht- oder Drogenberatungsstelle vor Ort.

Ganz, ganz viel Kraft!

Mit freundlichen Grüßen

Friederike Sohn
Dipl.-Pädagogin

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