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Rückfall

von Martina

Mein Mann ist 34 und war vor 11 Jahren Drogenabhängig. Vor einem Jahr ist er rückfällig geworden und nahm Heroin. Ich habe ganz zufällig in seiner Tasche Spritze gefunden und ihn darauf angesprochen. Es gab Streit. Er ist ausgeflippt und wollte ausziehen. Ich habe versucht ihn zu überzeugen und wollte ihm helfen davon loszukommen. Er ist geblieben, es wurde aber nicht besser.

Ca. ein halbes Jahr war er voll drinne, musste sich alle 4-5 Stunden eine Spritzen. Ich hab alles mitgekriegt als er in seine Tasche griff und auf die Toilette ging, die Entzugserscheinungen hatte und fuhr ihn einmal sogar zum Dealer damit er sich was besorgen konnte.

Eine Zeitlang später  hatte er es immer abgestritten, sagte er hat alles unter Kontrolle und braucht das Zeug nicht mehr. Ich fang aber immer das braune Pulver. Immer wenn ich ihn darauf angesprochen habe eskalierte ein Streit. Als ich ihm sagte, dass ich das nicht mehr mitmache und er ausziehen soll, machte er eine Entgiftung, kam nach Hause und war 2 Monate sauber.

Gelegentlich nahm er Tramadol 100. Vor kurzem habe ich wieder das braune (Heroin) in seiner Tasche gefunden und gestern ihn darauf angesprochen. Es gab wieder Streit und heute redete er mit mir nicht mehr. Was soll ich machen? Ich bin sehr verzweifelt. Einerseits möchte ich ihn nicht verlieren und andererseits möchte ich nicht, dass unser Sohn  das alles mitkriegt.

Antwort von Friederike

Liebe Martina,

Ihr Mann ist drogenabhängig und rückfällig! Dass er ausflippt, wenn Sie ihn auf seinen Konsum ansprechen, macht noch mal deutlich, dass er sein Problem der Rückfälligkeit und Drogenabhängigkeit versucht zu leugnen und zu kaschieren! Er scheint nicht einsichtig zu sein und setzt Ihre Beziehung auf`s Spiel!

Stellen Sie ihn vor die Wahlfreiheit, entweder eine Therapie zu machen, um seine Abhängigkeit in den Griff zu kriegen oder die Beziehung zu beenden, wenn Sie nicht wollen, dass Ihr Sohn das alles mit bekommt!

Kinder und Drogen passen nicht zusammen! Wenn er "drauf" ist, ist er nicht in der Lage, seine Erziehungsverantwortung zu übernehmen!

Ferner sollten Sie sich auch überlegen, was Sie von einem drogenabhängigen Mann erwarten können.

Wenn er sein Problem nicht löst und Sie bei ihm bleiben, unterstützen Sie seine Sucht und werden alle Konsequenzen seiner Abhängigkeit deutlich zu spüren bekommen, z. B Verschuldung, Räumungsklage usw.

Suchen Sie sich Unterstützung zur Entlastung in der Drogenbeartungsstelle oder in einer Selbsthilfegruppe für Angehörige von Süchtigen. Die Adresse erhalten Sie ebenfalls in der Drogenberatungsstelle!

Ganz viel Kraft!

Mit freundlichen Grüßen

Friederike Sohn
Dipl.-Pädagogin

Weiterführende Informationen Drogen: Buchtipps Drogen | Drogen | Cannabis | Amphetamine | Heroin | Kokain | Benzodiazepine |

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