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Kiffen - Probleme mit dem Sohn
von Karin
Mein Sohn ist 17 und ist seit 2 Jahren in einer Jugendeinrichtung. Ich kam einfach nicht mehr klar mit ihn, er hatte zu nichts mehr Bock (z.B. Schule) wurde mir gegenüber aggressiv und deswegen ist er da.
Er kifft ungefähr seit ein halben Jahr mit einigen Jungs, die auch da wohnen. Heute bekam ich einen Anruf, dass er zugegeben hat, er ist süchtig, geht auch in die Lehre da oben, nur zur Zeit realisiert er gar nicht mehr und ist nur noch abwesend. Meine Frage: was raten sie mir, wie kann ich als Mutter damit umgehen?
Antwort von Friederike
Liebe Karin,
es ist schwer auszuhalten, mitansehen zu müssen, wie der eigene Sohn immer mehr entgleitet und sich Ihrer Kontrolle und Ihrem Einfluß immer mehr entzieht!
Er ist in einer Einrichtung untergebracht, die die Pflicht hat, auch mit Drogenkonsum irgendwie umzugehen, d.h. die Jugendlichen darauf anzusprechen und ggf. Maßnahmen zu ergreifen.
Wenn Sie Ihren Sohn sehen, sollten Sie Vorwürfe auf jeden Fall vermeiden. Versuchen Sie mit ihm ins Gespräch zu kommen und fragen Sie ihn danach, was er am Kiffen so gut findet! Sagen Sie ihm, dass Sie sich große Sorgen um ihn machen und fragen ihn danach, ob Sie etwas für ihn tun können.
Fragen Sie ihn nach seinen Zielen!
Wo will er hin?
Was will er mal machen?
Welchen Beruf will er mal ausüben?
Welcher Abschluß steht jetzt dafür an?
Was muss er dafür tun, um dorthin zu gelangen?
Bieten Sie Ihre Hilfe an! Sagen Sie ihm, dass er jederzeit mit seinen Problemen zu Ihnen kommen kann. Sagen Sie ihm das immer wieder, damit er das Gefühl bekommt, angenommen und geliebt zu werden!!
Suchen Sie sich zur eigenen Entlastung Hilfe und Unterstützung in einer Selbsthilfegruppe. Die Adresse erhalten Sie in der Drogenberatungsstelle.
Mit freundlichen Grüßen
Friederike Sohn
Dipl.-Pädagogin

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